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Irmgard Weber
(geboren 1909 in Essen)
(gestorben am 21. Juni 2013 mit 103 Jahren in Köln)

Irmgard Weber hat als Kindergärtnerin, Sozialpädagogin und Volksschullehrerin gearbeitet. Seit 1970 ist sie Rentnerin.

1947 hat Irmgard geheiratet, 1948 ihre Tochter Brigitte adoptiert und 1995 wurde sie Witwe.
Seit 1989 wohnt Irmgard Weber im St.Marien Altenheim in Köln Kalk.

Unser Gespräch führten wir am 11. Dezember 2009 in Köln Kalk.

 

Ich sitze zum ersten Mal einem Menschen gegenüber, der hundert Jahre alt ist, und bin zutiefst beeindruckt.
Also mein Kopf ist noch klar. Alles andere fängt an morsch zu werden. Ich weiß auch nicht warum mein Kopf noch so klar ist. Ich habe ja niemanden in der Familie, der so alt geworden ist wie ich. Aber ich lese mit meinem Lesegerät, so gut ich kann versuche ich mich noch zu bilden.

Würden Sie sagen, Sie lernen noch?
Ja. Das muss man doch immer, sonst kommt man doch nicht weiter. Ja, ich löse Rätsel, ich lese auch noch die Zeitung, mit der Brille und mit der Lupe, die Überschriften kann ich noch mit der Brille lesen, und ich lese das, was mich interessiert, den kleinen Text lese ich mit der Lupe. Und was ich immer lese sind die Todesanzeigen.


Was ist denn so interessant an den Todesanzeigen?
Das machen alle hier, ist doch komisch, nicht?  Wenn einer eine Zeitung hat, dann guckt er erstmal nach den Todesanzeigen. Weil ich ja schon lange in Köln wohne und viele Leute gekannt habe interessiert mich das, wer auch so alt ist wie ich und stirbt. Die sind aber alle jünger.
Ich habe zum  Beispiel vor zwei Jahren noch keine Todesanzeigen in der Zeitung gelesen, das interessierte mich nicht. Aber jetzt fängt das an, mich zu interessieren, und weil ich auch durch die Kurse, die ich gegeben habe, viele Leute kenne.

Nein ich bin nicht weise. Das lehne ich ab.

Was waren das für Kurse, die Sie gegeben haben?
In der Volkshochschule. Ich habe früher Kurse gegeben für Erziehungsfragen und Heimgestaltung. Ich war ja Jugendleiterin. Ich weiß nicht, ob Ihnen das ein Begriff ist. Das ist heute Sozialpädagogin. Und hier im Heim habe ich auch Kurse gegeben, Gedächtnistraining.


 

Wann sind Sie hier eingezogen?
Vor zwanzig Jahren, am 19. Oktober 1989. Mit meinem Mann. Sechs Jahre war mein Mann dabei, und von da an war ich alleine. Ich habe erst oben in der zweiräumigen Wohnung gewohnt, und dann bin ich raus komplementiert  worden. Dann war ich erst hier in einer zweiräumigen Wohnung, in so einem Schlauch, das hat mir aber nicht gepasst, und dann habe ich diese breite Einraumwohnung genommen. Hier wohne ich jetzt sieben Jahre.


Man muss das nehmen, was einem angeboten wird.

 

Wenn Sie schon so lange hier sind, kann ich mir vorstellen, dass Sie alle Menschen hier kennen.
Ich kenne nur die, die schon länger hier sind, die meisten aber sind gestorben. Und die Neuen, die kenne ich kaum. Die stellen sich ja nicht vor, und ich habe nichts mit ihnen zu tun. Hier und da, drei vier, die kenne ich, weil sie mich auch ansprechen. Ich spreche keinen mehr an.

Wann haben Sie aufgehört Leute anzusprechen?
Drei, vier Jahre ist das her. Man will nicht mehr. Und man denkt immer, lass doch die anderen reden. Und dann erzählen die ja auch. Gestern habe ich noch mit zwei Damen unten gesessen, die sind alle beide ungefähr zwanzig, fünfundzwanzig Jahre jünger als ich, aber wir haben uns ganz prima unterhalten. Über Zustände hier im Heim, da redet man natürlich drüber, und über Allgemeines und von früher erzählt.


In welchem Jahr sind Sie geboren?
Ich bin am 1. Oktober 1909 in Essen geboren.

Das heißt Sie haben beide Weltkriege miterlebt.
Ja, und das war schlimm. Ich habe heute Morgen als ich hier saß gedacht, was ich eigentlich alles schon erlebt habe. Ich weiß, dass ich fünf Jahre alt war, als der erste Weltkrieg ausbrach. Da las mein Vater aus der Zeitung morgens vor, das war sonntags, der las uns so was vor, damit wir Kinder das auch hören konnten, und dann hat er zu meiner Mutter gesagt: Um Gottes Willen, es ist Mobilmachung. Ich sehe noch sein erschrockenes Gesicht. Und da habe ich, das hat er mir später erzählt, da habe ich gefragt:  werden jetzt lauter Automobile gemacht? denn früher sagte man ja Automobil.

 

Ich bin lebensklug und lebenserfahren.

Ging Ihr Vater in den Krieg?
Nein, der wurde nicht eingezogen weil er auf einem Auge fast blind war, aber er hatte immer Angst, er würde eingezogen, und er hatte immer alles bereit. Meine Mutter hatte Koffer und alles bereit für den Fall, dass er doch eingezogen würde.

 Und der zweite Weltkrieg?
1939, wo war ich denn da? Ach, da war ich im Mütterdienst. Da saßen wir so zusammen, und da sagte einer, die Deutschen sind in Polen einmarschiert. Da waren wir ja alle erschrocken und hatten Angst, und dann hat man alles auf sich zukommen lassen. Ich habe den Krieg über in Essen verlebt, weil meine Eltern ja in Essen wohnten und meine Mutter gehbehindert war, und meine Geschwister waren verheiratet. Mein Zwillingsbruder ist 1934 nach Brasilien ausgewandert, den habe ich nie wieder gesehen. Und meine Schwester hat früh geheiratet.

 

Bei so einem langen Leben erinnert man sicher Situationen, die lebensbedrohend waren.
Ja, was mir immer wieder einfällt, dass ich morgens mit der Straßenbahn von Essen nach Gelsenkirchen Buer gefahren bin, wo ich gearbeitet habe. Und da mussten wir über den Rhein-Herne Kanal. Und oft hieß es, der Rhein-Herne Kanal ist gesperrt, da war wieder eine Bombe gefallen. Und dann mussten wir die Böschung runter, über einen Steg, der über den Kanal gebaut war und an der anderen Seite wieder hoch, und dann mit der Straßenbahn weiter nach Gelsenkirchen. Und da hatte ich Angst. Das war schwierig, solche Sachen die bleiben einem haften. Sonst habe ich viel Bunker erlebt.

 

Was ich immer lese sind die Todesanzeigen.

Jetzt eine ganz andere Frage: ab welchem Alter würden Sie sagen ist man alt?
Alt gefühlt habe ich mich eigentlich erst als mein Mann starb, als ich allein war, das war vor vierzehn Jahren, da war ich 86.

Vorher haben Sie sich nicht alt gefühlt?
Nein.

Sich auch nicht als alte Frau identifiziert?
Ja doch. Ich habe auch immer gesagt wie alt ich bin, das ist ganz klar, aber so richtig alt gefühlt habe ich mich erst, als ich allein war und allein gelebt habe. Alt und verlassen, so muss man das sagen. Das hat nicht allzu lange gedauert, denn ich hatte ja Kontakte hier im Haus. Wenn man verheiratet ist weiß man ja, dass einer geht. Wir waren 49 Jahre zusammen, ich habe spät geheiratet.

Jetzt springen wir mal zu dem anderen Begriff. Was würden Sie sagen, was an Ihnen wild ist?
Das ist eine gute Frage. Was an mir wild ist? Ja, dieses immer noch etwas Neues erleben. Um Gottes Willen nicht im Alter hier rum sitzen und nicht mehr wissen, was man tun soll. Und ich suche mir immer etwas womit ich mich noch beschäftigen kann. Nun kann ich nicht mehr gut sehen, also ist es beschränkt. Und manchmal sitze ich auch hier und denke, wie gesagt, über mein Leben nach, was ja lange genug war.

 
 

Und wenn Sie über Ihr Leben nachdenken, tut Ihnen das gut oder eher nicht?
Das tut mir gut. Ich habe auch persönlich Schweres erlebt, aber es tut mir auch gut, wenn ich an die Erfolge denke, die ich hatte. Man denkt auch gerne im Alter mal an die Erfolge, nicht nur an die Misserfolge, die sind sowieso da, aber in den Erfolgen sonnt man sich.

 

Ich konnte mir gar nicht vorstellen 100 zu werden.

 

Ich werde neugierig. Erzählen Sie bitte einen Erfolg.
Ja, das hat mit dem Beruf zu tun. Also ich bin ja katholisch und hatte mich beworben bei dem Direktor an der Berufsschule in Gelsenkirchen Buer. Das war ja die Nazizeit. Der Direktor war ein hundertfünfzigprozentiger, und der hat zu mir gesagt: sind Sie katholisch oder evangelisch? Da habe ich gesagt: ich bin positiv katholisch, ich gehe auch noch sonntags in die Kirche. Und dann haben wir noch über berufliche Dinge geredet, und dann hat er gesagt: ich nehme Sie an. Da hatten sich mehrere beworben. Und später habe ich erfahren, dass er mich nur deshalb genommen hat, weil ich wirklich dazu gestanden habe, dass ich katholisch bin und noch in die Kirche ging. Das hatte ihm imponiert, denn er war gar nichts, er war ausgetreten. Und ich weiß noch, dass er im Krieg dann erblindet ist, das hat mir leid getan. Ich hatte ja seine Einstellung vorher gekannt, und ich fand mich sehr mutig damals, für mich war das ein Erfolg.

Wann war dieses Erlebnis?
Vor dem Krieg, 1937.

 

Und noch ein Erfolg?
Als die Brigitte kam, dass ich die gekriegt habe, die ist ja adoptiert. Und das war ein großer Erfolg. Das war der Höhepunkt in meiner Ehe, weil ich ja keine Kinder kriegen konnte. Als ich sie das erste Mal gesehen habe im Waisenhaus in Köln, die lachte mich an, sie war zweieinhalb Monate alt und grinste so, und von dem Moment an war das mein Kind. Sie war ja auch für mich gedacht.
Das war 1948. Und da ich nichts für sie zum Anziehen hatte, denn es gab ja damals nichts, habe ich mir alles zusammenbetteln müssen und habe Brigitte erst in Euskirchen ins Waisenhaus gebracht für vierzehn Tage. Und da war eine Schwester, das vergesse ich nie, ich hatte eine Fürsorgerin bei mir, ist ja klar, die musste ja mit mir das Kind holen, hier in Köln haben wir sie geholt, und dann sind wir in Euskirchen gewesen, wir wohnten damals im Kreis Euskirchen.
Und da hat die Nonne zu mir gesagt: ach so, haben sie wieder ein Kind gekriegt, was sie hier abliefern wollen. Ich war erschrocken, und die  Fürsorgerin hat direkt gesagt, dass das ein Kind ist, was adoptiert werden soll. Das habe ich nie vergessen. Mein Mann war ja im Schuldienst und die Schulrätin hat dann bei all ihren jungen Angestellten, den Lehrern, nachgefragt für Babywäsche, und als ich alles zusammenhatte haben wir Brigitte aus dem Waisenhaus geholt.

 

Mein Mann war klug und weise.

 

Das hat Ihr Leben ja völlig verändert, als Sie dann plötzlich ein Kind hatten.
Och, ich war immer sehr für Kinder. Ich war froh, dass ich dieses kleine Paketchen hatte. Denn eine Ehe ohne Kind ist sterbenslangweilig, weil wir ja auf dem Dorf lebten. So ein Kind bringt doch Leben da rein. Und dann hatte ich eine Aufgabe.

Aber noch mal zu wild. Fällt Ihnen dazu noch was ein?
Ach, das ist vorbei. Wild war ich in meiner Jugend. Zuhause war ich eigentlich immer so das Dööfchen, zu mir haben immer alle gesagt: nee, du nicht, du kannst das  nicht. Und dann habe ich nachher mal gedacht, gehst du am besten mal von zuhause weg. Ich bin Kindergärtnerin geworden. Mit  dreiundzwanzig Jahren habe ich mir gedacht, am besten gehst du mal ganz weit weg.
Und dann ergab es sich, dass mein Vater einen Kollegen hatte, und dessen Tochter war in Spanien. Und als ich das gehört habe, habe ich gedacht, da könnte ich doch eigentlich auch hin. Meine Eltern hatten nichts dagegen, und dann bin ich mit 23 Jahren nach Spanien gegangen. Da war ich zuerst in einer Familie, da war ich sehr gerne. Er war Rektor der Universität von Santiago de Compostela. Und dann war ich da eineinhalb Jahre.

 

Das heißt Sie haben auch spanisch gelernt.
Ja sicher. Hablo español, pero muy poquito. Ich habe auch Unterricht genommen, denn die Sprache ist ja schwer. Voy, vas, va, vamos, vais, van.
Und dann habe ich mich in Spanien freigeschwommen und manchen Blödsinn gemacht, den ich besser nicht gemacht hätte, das gebe ich auch zu. Und dann bin ich 1937 wieder zurück, als die Unruhen des spanischen Bürgerkriegs anfingen. Da hätte ich sowieso weg gemusst. Die Deutschen waren fast alle verschwunden, so nach und nach lösten sich die deutschen Kolonien auf.

Waren Sie nicht auch in Cartagena?
Ja da war ich auch, an der deutschen Schule. Aber nicht lange, ein halbes Jahr. Insgesamt war ich nicht ganz zwei Jahre in Spanien.

 

Dann habe ich mich in Spanien frei geschwommen.

Sind Sie dann später noch mal nach Spanien gefahren?
Nein. Ich bin nie wieder da gewesen. Dann kam ja auch die Diktatur mit Franco. Ich hätte gern noch mal hingewollt, aber es hat sich nicht ergeben. Wenn, dann an eine deutsche Schule, obgleich ich auch sehr gern in der Familie war. Ich habe mich mit den Kindern prächtig verstanden.
Ich war damals 26 Jahre, und die Frau war so alt wie ich, die hatte schon eine elfjährige Tochter, und die ließ sich jeden Morgen so um 9 Uhr den Kaffee ans Bett bringen, und dann  geruhte sie ab und zu mal, nach ihren Kindern zu gucken, aber selten. Der Vater interessierte sich, aber die Mutter war so eine, die aus einer erstklassigen Familie in Santiago kam, eine geborene Adelige und die nur vom Renommé lebte.

Jetzt geht es um den nächsten Begriff, um weise.  Was fällt Ihnen zu weise ein?
Was ich für weise halte?

 

Nein, wie Sie weise empfinden, fühlen Sie sich weise?
Nein ich bin nicht weise, das lehne ich ab, weise bin ich nicht. Meiner Meinung nach ist man erst weise, wenn man mit seinem Leben abgeschlossen hat und gar nichts Neues mehr erwartet, und ich erwarte jeden Tag noch irgendeine Kleinigkeit, die vielleicht neu ist. Heute habe ich wieder bei Tisch etwas Neues erfahren, also weise bin ich nicht.

Möchten Sie weise sein?
Nein, das brauche ich auch gar nicht.  Wozu denn? Ich habe viel Erfahrung, sehr viel Lebenserfahrung, aber ich bin doch nicht weise.

Also viel Lebenserfahrung macht einen nicht automatisch weise.
Nein.

Man denkt auch gern im Alter mal an die Erfolge.

Glauben Sie denn es gibt weise Menschen?
Ja die gibt es. Mein Mann war weise. Er interessierte sich für alles Schriftliche. Er las unwahrscheinlich viel, und er wusste unwahrscheinlich viel. Der war weise. Aber er war ein großer Schweiger vor dem Herrn. Mir hat er natürlich vieles gesagt, und wir haben auch viele gute Gespräche geführt. Aber den hielt ich für weise, klug und weise, klug gehört dazu. Das bin ich nicht.
Ich bin lebensklug, und lebenserfahren, aber klug, nein, das glaube ich nicht.  Dafür halte ich mich jedenfalls nicht. Aber mein Mann war klug und weise.
Man wird weise, wenn man weiß, dass man mit einem Bein im Grab steht. Dann wird man auf eine ganz andere Art weise. Wenn ich zum Beispiel abends dann so liege und bin wach, denke über mein Leben nach und denke dann, das und das hättest du vielleicht anders machen sollen, das wäre weiser gewesen. Aber manche Sachen macht man ja aus einem Impuls heraus, und hinterher denkt man: war das so richtig?
Und da kommen mir in meinem Lebensrückblick Situation, in denen ich nicht weise war.
Ich glaube zum Beispiel, es war ein weiser Entschluss die Brigitte anzunehmen.

 

Ich trau mich jetzt was zu fragen aufgrund Ihres Alters, bitte fühlen Sie sich ganz frei, etwas dazu zu sagen oder nicht. Denken Sie ans Sterben?
Sicher. Aber natürlich. Vorgestern Abend habe ich auf einmal Erbrechen gehabt, und es wurde mir schlecht, und ich habe sogar die Schwester gerufen. Und mein Herz setzte aus. Und da habe ich gedacht, jetzt sterbe ich. Und nun wusste ich ja wo die Brigitte war, sie hatte mir gesagt sie wäre eingeladen, und da habe ich noch gedacht ob ich sie anrufe ob sie noch mal kommt. Aber dann war mir auch so schlecht, und ich habe gedacht, och, wenn du jetzt  gehen müsstest, das wäre auch nicht so schlimm. Ich hatte sie ja nachmittags noch gesehen, sie ist ja mein Ein und Alles, das wissen Sie ja.

Ich weiß auch nicht warum mein Kopf noch so klar ist.

Ich hatte keine Angst. Da habe ich selbst gemerkt, dass ich gar keine Angst habe zu gehen. Außerdem hat ja jeder Mensch so einen Glauben für sich. Ich glaube ja felsenfest daran, dass mein Mann mich in Empfang nimmt, dass der irgendwo ist, dass der sagt: aha, jetzt bist du auch da. So eine menschliche Vorstellung habe ich. Ich denke jeden Abend dran. Dann denke ich, ich habe die Brigitte noch gesehen, das ist mir wichtig. Einmal ist Schluss, das weiß ich auch.
Sie können sich ja gar nicht vorstellen, auch Brigitte nicht, das kann man sich selbst nicht vorstellen, auch als ich 80 war, 90, 95, ich konnte mir gar nicht vorstellen 100 zu werden. Und dann bin ich es geworden. Und jetzt gehe ich schon ins 101. Lebensjahr.

Es kann ja auch weitergehen, es kann ja auch noch ein paar Jahre gehen.
Das ist vollkommen egal. Ich kann es ja nicht ändern, man muss das nehmen, was einem angeboten wird.

 
 
   
 
 
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