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Wie es zu dieser Internetseite kam

 
   
 
 
     
 

Sechs Jahre online

Frühjahr 2012

Ich kann mir ein Leben ohne altwildundweise.com nicht mehr vorstellen.
Um das Thema Alter zu erforschen, habe ich 2006 entschieden, mich mit "alt" zu identifizieren. Ich wurde sechzig und habe geübt, mich alt zu denken. Und um das hinzukriegen, musste ich zwei Dinge berücksichtigen. Erstens musste ich "alt" von jeglicher Art negativer Assoziation befreien, sonst hätte das mit der Identifikation nicht funktioniert. Und zweitens durfte ich nicht den Fehler begehen, negative Assoziation durch positive zu ersetzen. Das hätte einfach nur ins Gegenteil geführt und wäre lächerlich oder pathetisch geworden.
Ich wollte mir einen Standpunkt schaffen, von dem aus ich Altwerden frei von Bewertung und Vorurteil erleben und beschreiben kann und geriet dabei in einen emanzipatorischen Prozess, den ich so nicht erwartet hatte. Manches erinnert mich an früher, als wir Frauen uns von überkommenen Rollenbildern befreiten, die nicht nur gesellschaftlich wirksam waren, sondern auch in uns selbst. Ich nahm Altwerden als Herausforderung an und prüfe seither mit Interesse und Lust alte Bilder vom Altern auf Sinn und Gültigkeit.
Mit dieser Aufgabe und dem Gedanken "ich bin alt" stellte sich dann eine Perspektive her, die mir neu war und aus der ich mich und meine Umwelt anders wahrnehme als zuvor.
Ich empfinde den neuen Standpunkt als belebend und er hält meine Neugier wach, auch weil ich weiß, dass ich nicht weiß, wie Leben im Alter geht.
Das so entstandene setting erlaubt mir nun schon seit sechs Jahren, das Lebensfeld von Altwerden und Altsein forschend zu beobachten, zu bedenken, zu erfühlen, zu interpretieren und darüber zu lesen und zu schreiben.

 
 
   
 
 
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